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Entwicklerforum Medizinelektronik 2015

28.-29. Oktober 2015, München

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Rückblick 2014: Entwicklerforum in München - Der Medizinelektronik-Branchentreff


Am 8. und 9. Oktober 2014 stand in München wieder die Medizinelektronik im Mittelpunkt: Von Implantaten und Telemedizin über Labormedizin und die Benutzerschnittstelle von Medizingeräten bis zur wichtigen Sicherheitsthematik bot das Entwicklerforum Medizinelektronik ein umfassendes Vortragsprogramm.


An der Zusammenstellung dieses Vortragsprogramms hatte Prof. Bernhard Wolf vom Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für medizinische Elektronik der TU München im Vorfeld wieder intensiv mitgearbeitet, und Prof. Wolf eröffnete das Entwicklerforum am Morgen des 8. Oktober auch wieder mit einem Keynote-Vortrag. In diesem Jahr zeigte er unter dem Motto »elektronische Systeme im Lebendigen«, dass jede Zelle für sich bereits ein auf elektrischen Vorgängen beruhendes System mit Sensoren, Datenverarbeitung und Aktoren darstellt. Aber auch auf höheren Ebenen des Organismus gibt es - nicht nur im Nervensystem - immer wieder Strukturen und Abläufe zu entdecken, die auf Basis elektrischer oder sogar elektronischer Prinzipien funktionieren. Prof. Wolf zeigte diese Zusammenhänge nicht nur auf, sondern gab auch einen Ausblick, wie Elektronik bei der Behandlung von Krankheiten auf Zell- wie Organebene zukünftig vermehrt zum Einsatz kommen kann.


Direkt an diese Keynote anknüpfend kamen im Anschluss in den Vorträgen der Implantate-Session moderne Konzepte für mikroelektronische Implantate ebenso zur Sprache wie der Einsatz flexibler Leiterplatten für deren Aufbau oder RFID als Technik für die drahtlose Datenübertragung zum und vom Implantat. Komponenten und Lösungsansätze für Telemedizin und »Ambient Assisted Living« waren der Fokus der nachfolgenden Beiträge, hier reichte das Spektrum von Telemedizinplattformen über ausgefeilte Chips für die Aufnahme und Verarbeitung von Vitaldaten bis hin zur Anwendung solcher Techniken in für die Belastungsmessung in »intelligenter« Arbeitskleidung.
Am Nachmittag des ersten Tages standen dann die Labormedizin und die Instrumentierung im Mittelpunkt, hier stellten mehrere Mitarbeiter des Heinz-Nixdorf-Lehrstuhls den aktuellen Stand verschiedenster Forschungsprojekte rund um Sensorarrays, pH-Messtechnik, die Automatisierung von biomedizinischen Untersuchungen oder bioelektronische Einweg-Sensorchips vor. Zudem zeigte Dr. Cornelia Blume von der Leibniz-Universität Hannover einen Bioreaktor für das Erzeugen von bioartifiziellen vaskulären Strukturen, Eike Kottkamp präsentierte die Vorzüge der MID-Technik für den Einsatz in der Medizintechnik und Rolf Sosnowsky erläuterte eine Technik, mit der sich interaktive medizinische Monitore mit nur einem Kabel in ein OP-Setup integrieren lassen.


Tag zwei begann mit einer weiteren Keynote, in der Dr. Karsten Zippel vom Beratungsunternehmen Aquin die Ergebnisse einer Studie zu den technischen Herausforderungen vorstellte, denen sich Medizintechnikunternehmen momentan stellen müssen. Er zeigte verschiedene Wege auf, wie sich gerade mittelständische Unternehmen das nötige Know-how auf den neuen Technologiefeldern verschaffen können und stellte vor allem die Akquisition geeigneter Unternehmen oder Unternehmensteile als Möglichkeit heraus.


Danach drehte sich alles um ein zentrales Thema für die Medizintechnik: Sicherheit. Den Anfang machten Vorträge zur Vermeidung von Bedienfehlern durch sorgfältig erstellte Benutzeroberflächen, deren fehlerfreie Bedienbarkeit die mittels Usability-Studien nachgewiesen werden kann, sowie zur Anwendung relevanter Medizintechniknormen auf die User Experience. Danach spannten viele Beiträge rund um Safety und Security von Elektronikanwendungen in der Medizintechnik den Themenbogen von Unit-Tests für Software und der Software-Sicherheit mittels vorzertifizierter Komponenten über verschiedene Ansätze, das Risiko von Fehlfunktion und gezielter Angriffe von außen zu minimieren bis hin zu Themen wie der sicheren Stromversorgung, der Nutzung von Multicore-Strukturen in Mikrocontrollern und Prozessoren für die strikte Trennung von sicherheitsrelevanten Funktionen vom Rest der Anwendung oder der Zertifizierung des gemäß der Sicherheitsvorschriften erstellten Systems.


In der begleitenden Ausstellung nutzten 31 Aussteller die Gelegenheit, den Teilnehmern ihre aktuellen Produkte, Komponenten, Lösungen und Dienstleistungen rund um den Einsatz professioneller Elektronik in der Medizintechnik zu präsentieren. Durch die parallel stattfindenden Veranstaltungen »Symposium Elektrische Antriebe« und »Konferenz für ARM-Systementwicklung« ergaben sich viele Synergien und Möglichkeit für Gespräche auch mit den Teilnehmern dieser Formate. Insgesamt versammelten sich zu den drei Veranstaltungen mehr als 400 Teilnehmer im Holiday Inn München City Centre.

Viedeo Entwicklerforum Medizinelektronik 2014